Autor: August Wilhelm Hein
veröffentlicht: 2002
Aus der Geschichte des Olympischen Fechtclubs Bonn
Von 1949 bis 1961
Dieser Bericht über die ersten Jahre des Vereins wurde von Herrn A. Hein verfasst und hat nicht Zeitungsausschnitte oder Artikel aus dem „Fechtsport“ als Grundlage, sondern die „Clubnachrichten“, seit April 1951 die „Club-Mitteilungen“, die auf DIN A 4-Schreibmaschinenpapier vorliegen. Sie gestatten eine Innenansicht des Clubs. Es wird nicht chronologisch vorgegangen, sondern in sich geschlossene Artikel in alphabetischer Reihenfolge werden geboten.
Besonderer Dank gilt Herrn Prof. Dr. Manfred Merkes, der zeitweise Schriftwart war und die „Clubnachrichten“ sorgfältig gesammelt hat sowie Herrn Dr. Elmar Waterloh, der die umfassendsten Kenntnisse über die Geschichte des OFC hat.
Die Anfänge
Am 4. Oktober 1949 beschlossen 18 zumeist noch jugendliche Damen und Herren im Keller des Hauses Waterloh, einen Fechtclub zu gründen. Ihre Namen: Anneliese Houben, Harald Klevenhausen, Horst Kating, Manfred Kill, Günter Krieg, Eberhard Mehl, Max Montkowski, Rudolf Michels, Ursula Neubert, Sigrid Panse, Rosemarie Peters, Hannelore Segschneider, Ulrich von Stackelberg, Christel Streil, Karl-Heinz Tillwich, Henny Trimborn sowie Hildegund und Elmar Waterloh.
Als offizielles Gründungsdatum gilt aber der 12. November 1949. So steht es in der ersten Satzung des OFC.
Erst am 15. Oktober 1952 wurde von Frau Ingeborg Molineus im Namen des Vorstands der Antrag auf Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn gestellt. Am 8. Juni 1953 wurden Urschrift und Abschrift der Satzung sowie das Protokoll der Mitgliederversammlung vom 19.12.52 an das Amtsgericht geschickt. Außerdem wurde das Ordnungsamt der Stadt, das wohl nach dem Krieg zunächst für die Neugründung von Vereinen zuständig war, unterrichtet. Mit einer Verfügung vom 9. Juli 1953 wurde der Club dann unter der Nr. 1118 (später VR 2355) in das Vereinsregister eingetragen.
Die Anregung, diesen neuen Verein "Olympischer Fechtclub" zu nennen, kam von Hildegund Waterloh (Seifert). Im Jahre 1952 gab es eine Kontroverse um diese Namensgebung. Ein Herr Freud aus Frankfurt hielt es in einer Zuschrift an die Frankfurter Allgemeine Zeitung „für abwegig, ja sogar anmaßend, wenn ein Fechtclub aus Bonn das Attribut ‚olympisch’ führt“. Der Vorstand des OFC stellte dazu fest, dass der Club diesen Namen wählte, um sich damit den olympischen Idealen eines ritterlichen Sportgeistes zu unterstellen, und verwies darauf, dass auch andere Vereine in ihrem Namen das "olympisch“ führen, z.B. Olympic Marseille.
Offiziell war am 12.11.1949 das Fechten in Deutschland noch verboten. In der Kontrollrat-Direktive der Alliierten Hohen Kommissare Nr. 23 vom 17. Dezember 1945 heißt es: „...2. Die Leitung und Weiterentwicklung aller militärischen athletischen Organisationen unter der deutschen Bevölkerung ist verboten. Dieses Verbot bezieht sich namentlich auf Flugübungen, Fallschirmabsprung, Segelflug, Fechten, militärische oder paramilitärische Ausbildung oder Vorführung, Schießen mit Feuerwaffen.“
Trotzdem wurde auch in Bonn schon seit 1947 „im Untergrund“ gefochten.
Am 14. Mai 1949 kam es zu einem Zwischenfall. Ein 16-jähriger Fechter stellte sich ausgerechnet vor dem Sitz des britischen Stadtkommandanten auf, um mit der Straßenbahn zum Training im Hause Waterloh zu fahren. Er wurde festgenommen und gab im Verhör zu, mit dem späteren Nationalfechter Herbert Faßbender und Elmar Waterloh regelmäßig zu trainieren. Per Telefon wurde die Familie Waterloh darüber unterrichtet, dass eine Hausdurchsuchung bevorstand. So fand und beschlagnahmte man in der Waschküche nur zwei nicht intakte Floretts, zwei Holzschwerter und einen Stadtsoldatensäbel. Die eigentlichen Fechtgeräte konnten vorher in Sicherheit gebracht werden.
Am 27.5.1949 fand die Verhandlung vor dem Bonner Militärgericht statt. Verteidigt wurden die drei Angeklagten von dem späteren Präsidenten des Deutschen Anwaltsvereins Prof. Dr. Dahs. Es wurde eine Strafe von 20 DM, ersatzweise drei Tage Haft, ausgesprochen.
Das Fechtverbot bestand noch sowohl bei der Gründung des Deutschen als auch des Rheinischen Fechter-Bundes, aber das Fechten wurde stillschweigend geduldet.
Zur Vorbereitung der Neugründung des DFB wurde ein Dreierausschuss gebildet, bestehend aus dem 23-fachen Deutschen Meister Erwin Casmir / Frankfurt (seit dem 27. November 1949 erster Präsident des neugegründeten DFB), Paul Schulze / Düsseldorf (seit dem 15. Januar 1950 erster Präsident des RFB) und Elmar Waterloh, der Jugendwart in beiden Verbänden wurde. Letzterer hatte die besondere Aufgabe, auf der politischen Schiene über Dr. H. Wandersleb und W. v. Padberg bei den Alliierten, insbesondere bei dem französischen Hohen Kommissar Francois Poncet auf eine Aufhebung des Fechtverbotes hinzuwirken.
Am 3. April 1950 wurde der Deutsche Fechter-Bund vom Bundesinnenministerium aufgrund einer Mitteilung des Bundeskanzleramtes vom 28.3.1950 über die Genehmigung des Sportfechtens unterrichtet: „Ich beehre mich, Ihnen mitzuteilen, dass die Alliierte Hohe Kommission die Wiederaufnahme des Fechtens nicht beanstandet, soweit die Ausübung des Sports nach den Regeln des internationalen Fechter-Verbandes erfolgt. Sie geht indessen davon aus, dass die Durchführung der Duelle in allen ihren Formen, insbesondere der scharfen Mensuren streng untersagt bleibt. Das Benutzen von Bajonetten, ganz gleich ob aufgepflanzt oder nicht, wird ebenfalls als militärische Tätigkeit angesehen und als solche gemäß Gesetz 16 der Alliierten Hohen Kommission geahndet.“
Interessant sind einige Zahlen aus den Anfängen des OFC.
1950 gehörten dem Verein bereits 105 Mitglieder an. Die Aufnahmegebühr betrug 10 DM, der monatliche Mitgliedsbeitrag für Erwachsene auch 10 DM, für Jugendliche 3 DM. Studenten zahlten einen Semesterbeitrag von 20 DM, eine private Semesterstunde beim Meister (Lektion) kostete 5 DM. Schon früh konnte man einen „Förderbeitrag“ im Monat von 5 DM zahlen.
Von Beginn an legte der OFC Wert auf gute Trainer. Zunächst (1949/50) war Harry Brinkmann tätig, der dann von 1953 – 58 die Grundlagen zum Aufstieg des OFC legte. Vom 1.4. bis 31.8.195O übernahm Louis Duvernay das Traineramt. Ihm folgte vom 1.9.1950 bis zum 31.3.1953 Fritz Gazzera, der aus Offenbach kam und zugleich Universitätsfechtmeister war. So fand das Training denn auch in den Universitätsfechtsälen, Eingang vom Geschäft Schirm–Etscheid aus, statt.
Der erste Vorstand war nur kommissarisch im Amt. Vorsitzender war G. Krieg, Geschäftsführer E. Waterloh, Kassenwart K.-H. Tillwich, Sportwart F. Hundehege, Pressewart H. Kating und Jugendwart H. Waterloh. Von Beginn an gab es eine „Vertreterin der Damen“: Frau R. Peters.
Einen ordnungsgemäß gewählten Vorstand gab es ab dem 9.1.1950. Dem engeren Vorstand gehörten nur der 1. Vorsitzende (Dr. Dr. Hass), der Geschäftsführer (Dr. E. Waterloh), der Kassenwart (Rudolf Michels), der Schriftwart (Horst Kating) und die Vertreterin der Damen (Elsbeth Steinkamp) an. Die Sprechstunde des Vorstandes fand jeden Dienstag auf dem Fechtboden statt.
Benehmen
Schon in der Ausgabe 10/51 der Clubmitteilungen wird unter dem Titel „Was man so sieht und hört“ versucht, den Mitgliedern „fechterischen Anstand“ beizubringen:
„Bringt man Gäste mit - und Gäste sind uns stets willkommen - so stellt man sie dem Vorstand vor. Durchaus unerwünscht ist es dagegen, wenn Unbekannte auftauchen, eine Weile tuschelnd in den Ecken umhersitzen und dann wieder so heimlich verschwinden, wie sie gekommen sind. Diese Art von Besuch schätzen wir nicht sehr. Handelt es sich um ein neues Clubmitglied, so ist der persönliche Kontakt meist ziemlich schnell hergestellt und es ist eine Selbstverständlichkeit, dass wir es ihm erleichtern, bei uns heimisch zu werden.
Hat ein Fechter es so weit gebracht, dass er Freigefechte machen kann, so beginnt eine neue Etappe. Bescheidenheit ist eine Zier! Man erzähle nie allzu viel über seine Fähigkeiten! Es könnte vorkommen, dass man von seinem Gegenüber zu einem kleinen Gefecht herausgefordert und dabei mit 5:0 abgestochen wird. Manchen Leuten kann das allerdings nicht passieren. Sie werden nämlich ‘nie’ getroffen....
Hat so ein armer Verblendeter einmal beim Training einen stärkeren Gegner geschlagen, so bildet er sich vielleicht sogar ein, dass er diesem tatsächlich überlegen sei und versäumt nicht, allen Freunden zu erzählen, dass er diesen und jenen geschlagen habe. Beim Turnier ist es dann allerdings umgekehrt, und es gibt ein langes Gesicht. Natürlich liegt es dann nie an dem Fechter selbst, wenn er verliert, vielmehr war die Waffe nicht in Ordnung oder die Fechtbahn zu glatt.
Dazu kommt als für manche Leute geradezu unentbehrlicher Blitzableiter das Kampfgericht. Dass ein Kampfgericht nicht unfehlbar ist, steht fest, ihm aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit Unaufmerksamkeit oder Parteilichkeit nachzusagen, ist nicht schön. Denjenigen, die am meisten über das Kampfgericht schimpfen, wird empfohlen, es selbst einmal zu versuchen....“
„...Im Fechtsaal ist es natürlich unehrenhaft, einen Anfänger vorzunehmen (= zu trainieren), allenfalls kann man sich einmal in ein Freigefecht mit einem solchen ‘armen Würstchen’ einlassen. Man ‘trocknet ihn kurz ab’, das hebt das Selbstgefühl, besonders, wenn der Geschlagene an Jahren älter ist. Außerdem kann man ihm noch gönnerhaft auf die Schulter klopfen mit den Worten: ‘Trainieren Sie hart weiter, dann kommen Sie vielleicht auch einmal so weit wie ich.’ Dann setzt man sich zweckmäßig in nächster Meisternähe - es ist amüsant, andere arbeiten zu sehen -, zudem besteht die Möglichkeit, durch einen vorwurfsvollen Blick zu erkennen zu geben, dass man lektioniert zu werden wünscht. Wichtig ist dann vor allem noch, dass man so frühzeitig Schluss macht, dass man nicht am Wegräumen der Geräte beteiligt wird. Vorher muss man nur noch mit dem Meister eine unentgeltliche Privatstunde abmachen, denn eine solch positive Clubarbeit bedarf ja doch der Belohnung: ‘Was wäre der ganze OFC ohne ein solches Talent’. Man darf sein Licht auf keinen Fall unter den ‘Scheffel’ stellen......“
Charakterbildung
In der Frühzeit des OFC meldeten sich auch Trainer in den Club-Mitteilungen zu Wort. So verfasste Meister Fritz Gazzera für die Maiausgabe 1951 einen Artikel mit der Überschrift „Unser oberster Grundsatz sei Ritterlichkeit“. In ihm heißt es:
„Der wahre Gedanke des Sportes umschließt neben dem Gemeinschaftssinn Selbstzucht und Ritterlichkeit, er birgt Ehrfurcht, Harmonie und olympische Tradition. Sport soll Leibeserziehung sein, in uns die Freude an Natürlichkeit und Freiheit, an der Schönheit und Harmonie des menschlichen Körpers, sowie die Lust am beschwingten Spiel der Bewegungen, an der kraftvollen Beherrschung des Körpers und der Konzentration des Geistes wecken.
In welch hohem Maße wird doch gerade unser edler Fechtsport all diesen Idealen gerecht!
Wie befleißigen doch gerade wir Meister dieser Kunst uns, diese Eigenschaften den Fechtern anzuerziehen und ihm dadurch über das Sportliche hinaus ein wertvolles Rüstzeug für das gesamte Leben mitzugeben. Unser Sport erzieht zu Anstand und Ritterlichkeit, die auch über allem kämpferischen Ehrgeiz und Siegeswillen stehen.“
Diese Ausführungen, die für unsere Ohren heute gewiss ziemlich pathetisch klingen, wurden vom „Fechtsport“ in das Heft 9/51 übernommen. Sie fanden Zustimmung, aber auch Kritik. So schreibt R. Bergmann im „Fechtsport“ 11/52 :
„Dass Fechten ritterlicher wäre als andere Sportarten in Bezug auf seine Taktik, wäre geradezu verlogen. Im Gegenteil! Wir versuchen im Klingenspiel dem Gegner etwas weiszumachen, versuchen ihm Fallen zu stellen, ihn mit Finten und Tempoaktionen hineinzulegen, und dieses Spiel ist geradezu der Gipfel des Fechtsports, das ihn zur Kunst macht. Das ist natürlich bei allen Kampfsports grundsätzlich das gleiche. Also seien wir ehrlich: Ritterlich ist der Fechtsport nur nach seinem Herkommen und der geistige Begriff ‚ritterlich’ bezieht sich dabei nur auf das äußere Benehmen und das innere Gefühl, das man dem Gegner nach Sieg oder Niederlage entgegenbringen mag... Das innerliche, ritterliche Gefühl, das man dem Kampf und dem Gegner entgegenbringt, zeigt sich in der Art, wie man die vorgeschriebene Begrüßung durchführt und vor allem, wie man sich beim Abgang benimmt. Wie herzerfrischend ist es oft, die Gegner freundlich, ja, sich umarmend die Bahn verlassen zu sehen, und wie ekelhaft ist es manchmal, verbissene, wutverzerrte Gesichter zu sehen... Ritterlicher als andere Sportarten ist unser Sport nur nach seinem Herkommen.“
Ähnlich, was die Taktik des Fechtens angeht, äußert sich Sabine Bau in einem Interview („Die Zeit“ Nr. 38 vom 14.9.2000):
“Ich liebe am Fechten diese Kombination aus Spiel und Kampf. Den anderen zu veräppeln durch Finten oder Spezialaktionen. Wenn sie denkt, jetzt trifft sie mich nicht mehr, und - zack! - ist sie doch noch getroffen und ärgert sich halb tot.“
Degenfechten
Degen wurde bereits in der Anfangszeit des OFC elektrisch gefochten. Immer wieder gab es - besonders auch zu Beginn eines Turniers - Defekte, die in Eile behoben werden mussten. Die Degenfechter wurden deshalb zu den „Kleinbastlern und Radioamateuren“ gezählt.
Häufig kam es zu technischen Pannen. So wird über den Vergleichskampf zwischen OFC/BGS und der Uni London berichtet: „Die Degenfechter boten eine gewisse Komik. Fast bei jedem Treffer erlosch das Licht, so dass die Aktiven eine kleine Ruhepause und die Zuschauer Anlass zur Erheiterung erhielten.“
Das Degenfechten führte von Beginn an ein Randdasein. Fast alle wählten als Waffe Florett und/oder Säbel. Da wurde intensiv trainiert, man fuhr zu vielen Turnieren und hatte bald Erfolge aufzuweisen. Den Degenfechtern wurde immer wieder lasches Training und mangelnde Routine angelastet. Wie aber sollte man Erfahrung sammeln, wenn sich viel zu wenig Gelegenheiten dazu boten?
Die Misere im Degenfechten suchte man auf verschiedene Weise zu beheben:
1. Man setzte auf einen Fechter, der um sich eine Degenmannschaft aufbauen sollte. Der erste Hoffnungsträger war Karl-Heinz Tillwich; es folgte Arno Hermann, der aus Frankfurt nach Bonn kam und dem man Qualitäten als Mannschaftsführer nachsagte; später noch Michael Czermak. Ein Erfolg stellte sich nicht ein.
2. Man versuchte es mit renommierten Florett- und/oder Säbelfechtern. Ein schönes Beispiel, wie ein solcher Versuch ausging, ist ein Freundschaftskampf 1954 in Neuwied. Neben dem Degenspezialisten Hans-Horst Opitz wurden Dr. Waterloh, Dr, Schlecht und Herbert Rauguth aufgeboten.
Am Ende des Kampfes, den man 9:7 gewann, wurde den drei „Pseudo-Degenfechtern“ doch angeraten, bei den vertrauten Waffen zu bleiben. Der Säbelspezialist Dr. Waterloh, Sieger in drei Gefechten, hatte die Methode des Zick-Zack-Laufens erfunden: „Gerade wenn der Gegner auf Zick stieß, war er auf Zack. Nur in einem Gefecht war er nicht auf Zack. Wir würden ihm empfehlen, die alte Schule zu fechten und Zack-Zack zu parieren.“
Beim Mosel-Pokal-Turnier in Traben-Trarbach am 1./2. Mai 1954 standen Arno Hermann und Peter Drodten als Degenspezialisten in der Bonner Mannschaft. „Selbstverständlich waren die beiden Clubdegen so gut in Schuss, dass einer sofort ausfiel, ohne dass mit ihm auch nur einmal gefochten wurde. Ein angenehmes Gefühl war es für Arno und Pedro bestimmt nicht, die nun folgenden 28 Gefechte mit nur einem Degen zu bestreiten. Doch muss ich sagen, unsere beiden hielten sich sehr tapfer, verschenkten keinen Treffer und trugen ein großes Teil zum errungenen Siege bei.“
1958 machte der OFC noch einmal den Versuch, mit einer vermeintlich starken Mannschaft (Dr. Tibor Ritvay, Dr. Elmar Waterloh, Jürgen Theuerkauff, Emil Metzner und Michael Czermak) bei den Landeseinzelmeisterschaften im Degen am 27.4. in Düsseldorf erfolgreich zu sein. Bis auf Dr. Ritvay, den ungarischen Nationalfechter in den Reihen der Bonner, der einen hervorragenden dritten Platz belegte, waren die anderen schnell ausgeschieden.
Man setzte Männer des Bundesgrenzschutzes ein, die eine eigene Degengruppe im OFC bildeten. Aber auch das war keine dauerhafte Lösung. Herauszuheben ist jedoch Hans Riemann, „der Soldat“ genannt. Er trug 1956 als Degenspezialist wesentlich (1. Platz) zum erstmaligen Gewinn des „Solinger Schwertes“ bei.
Es sollte noch bis zum Jahr 1965 dauern, bis der OFC eine Deutsche Degen-Mannschaftsmeisterschaft gewann mit Jürgen Theuerkauff, Dieter Hecke, Dieter Wellmann, Friedrich Wessel und Jürgen Brecht. Dieter Hecke war der einzige Spezialist.
Fortsetzung folgt ...
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